
Die ARISTOPERROS haben einen 10.000- bis 100.000-mal besseren Geruchssinn als wir. Tatsächlich geht man davon aus, dass sie zwischen 200 und 300 Millionen Riechrezeptoren besitzen. Daher ist der Geruchssinn der wichtigste Sinn der Hunde.
Wenn ein Hund sich auf einen Geruch konzentriert, richtet er seine gesamte Aufmerksamkeit darauf, um möglichst viele Informationen zu erhalten. Deshalb sind Hunde hervorragende Spürhunde und zu einer unverzichtbaren Hilfe für bestimmte Berufsgruppen (Feuerwehrleute, Polizisten …) sowie in bestimmten Situationen geworden, in denen sich eine Katastrophe ereignet hat (Überschwemmungen, Erdbeben …). Ein Hund kann einer Spur folgen und einen Geruch aus anderen Gerüchen herausfiltern. Dadurch können Hunde Drogen, Sprengstoff und Gaslecks aufspüren sowie Überlebende unter Trümmern, im Wasser oder im Schlamm finden … und seit einiger Zeit auch Krankheiten erkennen.

Laut Studien, die in der Zeitschrift DVM News Magazine veröffentlicht wurden, konnte eine Forschergruppe nachweisen, dass speziell ausgebildete Hunde durch ihren Geruchssinn Prostatakrebs im menschlichen Urin erkennen konnten. Außerdem wurde nachgewiesen, dass sie eine große Hilfe dabei sind, zu erkennen, wann ein Patient kurz vor einer Unterzuckerung steht (Abfall des Blutzuckerspiegels) - und zwar sogar früher als der Patient selbst.
Der jüngste Fall, der uns beeindruckt hat und den wir gerne mit euch allen teilen möchten, ist CancerDogs. Ein Projekt in der Versuchsphase, bei dem Beagles darauf trainiert werden, Krebsfälle in verschiedenen Feuerwehren aufzuspüren.

Warum Feuerwehrleute?
Im Grunde, weil Feuerwehrleute häufiger an Krebs erkranken als die Allgemeinbevölkerung, da sie täglich Chemikalien ausgesetzt sind, die durch die Flammen und den Rauch der Brände freigesetzt werden, die sie zu löschen versuchen.
Die aus insgesamt fünf Beagles bestehende Gruppe begann laut CancerDogs-Präsident Glenn Ferguson 2010 in Kanada mit dem Training. Ein Jahr später begann die experimentelle Phase, in der sie sich bis heute befindet, mit den Erkennungstests.

Wie wird die Krebserkennung mit Hunden durchgeführt?
Die Feuerwehrleute atmen zehn Minuten lang durch eine spezielle chirurgische Maske, die sich mit ihrem Atemgeruch vollsaugt. Anschließend beschnüffeln die Hunde jede einzelne Probe. Falls zwei oder mehr Hunde ein positives Ergebnis feststellen, wird die betreffende Probe auf dieselbe Weise einem zweiten Test unterzogen. Bestätigt sich das Ergebnis in diesem zweiten Test, wird die betroffene Person informiert, damit sie eine weitere Probe einschickt. Fällt auch diese erneut positiv aus, empfiehlt das Zentrum der möglicherweise erkrankten Person, einen Spezialisten aufzusuchen.

Die meisten von den Hunden entdeckten Krebserkrankungen betrafen die Haut, allerdings gab es auch einige wenige, bei denen lebenswichtige Organe betroffen waren. Die Feuerwehr der Stadt im Norden von Texas bestellte 450 Testkits zur Krebserkennung für ihre Feuerwehrleute und deren Angehörige, die sich den Tests unterziehen wollten. Dabei wurden schließlich bei 10 Personen Krebserkrankungen im Frühstadium festgestellt.
Die Tests sind sowohl preislich als auch hinsichtlich ihrer Schnelligkeit sehr konkurrenzfähig. Infolgedessen haben sich in den vergangenen fünf Jahren weitere dreißig Feuerwehren an diesem Projekt beteiligt, darunter beispielsweise die von Dallas, Denton, Arlington, San Marcos und San Antonio.
Zweifellos ist dies eine lobenswerte Initiative, die sowohl zur Vorbeugung beitragen als auch viele Leben retten kann. Und sie zeigt einmal mehr, dass ARISTOPERROS nicht nur unsere besten Freunde, sondern oft auch unsere Schutzengel sind.