Den American Curl besser kennenlernen
Die Rasse American Curl entstand auf natürliche Weise durch eine Genmutation, genauso wie der American Curl Longhair. Sie unterscheiden sich nur durch das Fell - kurz beziehungsweise halblang - und dadurch, dass der Longhair einen wunderschön befederten Schwanz hat. Obwohl es sich um eine relativ junge Rasse handelt, ist sie in Amerika sehr beliebt und geschätzt. In Europa ist die Begeisterung für American Curls noch nicht ausgebrochen - vorerst.
Das erste Auftreten des American Curl Shorthair geht auf das Jahr 1981 zurück und fand in Kalifornien statt. Dort tauchte eine neugierige Katze namens Shulamith im Haus des professionellen Züchterpaares Joe und Grace Ruga auf. Das Paar war von den ungewöhnlichen Ohren des Tieres überrascht, da es noch nie zuvor derart gebogene und kleine Ohren gesehen hatte. Das Paar beschloss, dieses wunderschöne Exemplar zu behalten und zu versuchen, es unter Beibehaltung der besonderen Ohren zu züchten. Zur Überraschung aller entwickelten nur die Hälfte der kleinen Kätzchen aus dem Wurf die charakteristischen gekräuselten Ohren, während die andere Hälfte normale, gerade Ohren hatte. Als Joe und Grace die Katze der Öffentlichkeit vorstellten, stieß sie auf großes Interesse, und viele Züchter unterstützten die Idee, dass das spezielle Gen, das die Krümmung der Ohren verursachte, weiterentwickelt und erforscht werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt machte sich Roy Robinson - ein englischer Katzengenetiker - an die Arbeit. 1989 veröffentlichte er im Journal of Heredity einen Artikel, in dem er seine Erkenntnisse über die Frage schilderte, die so viele Menschen beschäftigte: Warum entwickelte sich diese Mutation an den Ohren? Er untersuchte 81 Würfe mit insgesamt 383 Jungtieren und kam zu dem Schluss, dass ein dominantes Gen die Krümmung der Ohren verursachte. In seinem Artikel erwähnte Roy Robinson außerdem, dass die Rasse keine Anzeichen von Fehlbildungen aufwies und daher weiterentwickelt werden konnte. 1991 erkannte die CFA die Rasse American Curl Shorthair als solche an, später, im Jahr 2002, auch die FIFE.

Wie ist der American Curl?
Der American Curl ist eine mittelgroße, etwas kräftige Katze mit rechteckigem Körper. Ihr Kopf wird von den unverkennbaren kleinen, nach hinten gebogenen Ohren gekrönt (daher auch ihr Name, denn „curl“ bedeutet im Englischen „Locke“), wodurch sie stets erwartungsvoll und aufmerksam wirkt. Aus diesen Ohren ragen lustige Haarbüschel hervor, die ihr eine so einzigartige und bezaubernde Ausstrahlung verleihen. Interessant ist, dass sich ihre Ohren ab dem zehnten Lebenstag zu krümmen beginnen. Mit vier Monaten haben die Ohren ihre endgültige Form angenommen und können sich weiter gekrümmt haben oder wieder gerade geworden sein.
Ein weiteres sehr charakteristisches Merkmal dieser Katze sind ihre wunderschönen, walnussförmigen Augen, die im oberen Bereich oval sind und ihren Blick unwiderstehlich sanft wirken lassen. Ihre Nase ist kurz, ihre Schnauze rundlich und fleischig.
Ihr Fell ist glänzend, kurz und fühlt sich seidig an. Die Farbpalette reicht von hellen Tönen wie Weiß, Creme und Silber über Farben wie Schwarz, Blau, Rot und Lilac bis hin zu Gold, Tabby oder Schildpatt. Alle Farben werden akzeptiert, mit Ausnahme von Chocolate und Cinnamon sowie deren Farbvarianten. Ihr Schwanz ist lang, biegsam, an der Spitze abgerundet und im Verhältnis zu ihrem Körper gut proportioniert.

Wie verhält sich der American Curl?
Der American Curl Shorthair ist eine liebevolle und freundliche Katze. Das Zusammenleben mit anderen Haustieren, ob Katzen oder anderen Tieren, fällt ihr leicht. Sie passt sich Veränderungen problemlos an, da sie ein ausgeglichenes und intelligentes Wesen besitzt. Sie bleibt ihr ganzes Leben lang verspielt, besonders mit ihren ARISTOELTERN, aber auch mit Kindern - ihnen gegenüber ist sie respektvoll und unterhaltsam. Außerdem ist es sehr angenehm, dass sie normalerweise nicht miaut.
Sie werden nicht müde, ihren ARISTOELTERN durch das Haus zu folgen, während diese ihren täglichen Aktivitäten nachgehen - wie kleine Leibwächter. Denn sie lieben es, den Detektiv in sich zum Vorschein zu bringen. Eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen besteht tatsächlich darin, im Haus herumzuschnüffeln und nichts zu verpassen, alle Familienmitglieder zu beobachten und natürlich von Zeit zu Zeit im Mittelpunkt zu stehen.
Um ihren Durst nach abenteuerlichem Herumspionieren zu stillen, ist es sinnvoll, dass sie in einem Zuhause mit Zugang nach draußen leben, denn sie lieben Gärten - sowohl ihre eigenen als auch fremde - und entdecken gerne, welche Geheimnisse sie verbergen.
Wie kümmert man sich um den American Curl?
Es handelt sich um eine gutmütige Katze, die gelegentlich gerne nach draußen geht und entdeckt, was es in der Nachbarschaft Neues gibt. Wenn wir keinen Garten haben, ist es daher sehr empfehlenswert, sie mit Spielen zu stimulieren, die ihre geistige und körperliche Gesundheit fördern, die Umgebung unseres Zuhauses zu bereichern und einige einfache Richtlinien zu befolgen, mit denen wir ihr sicher zu mehr Zufriedenheit verhelfen.
Was ihre Gesundheit betrifft, muss besonders auf ihre Ohren geachtet werden, damit sie sauber und gepflegt bleiben. Außerdem sollten wir vorsichtig mit dem empfindlichen Knorpel der Ohrmuscheln dieser ARISTOKATZEN umgehen und versuchen, zu verhindern, dass sie unnatürliche Positionen einnehmen. Mindestens einmal pro Woche sollten die Ohren kontrolliert werden. Ansonsten handelt es sich um eine kräftige und gesunde Rasse ohne spezifische Erkrankungen.

Wir hoffen, dass dir der American Curl nach diesen Informationen genauso gut gefällt wie uns. Wenn du noch mehr ARISTOKATZEN kennenlernen möchtest, kannst du über die Scottish Fold, die Ragdoll und die Maine Coon weiterlesen.